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Film Festivals are gatherings filled with passion, devotion, creativity and emotions. Filmmakers, actors, producers and enthusiasts meeting in exotic places to celebrate, exchange and discuss the latest movies.

For the traveller, film festivals from Cannes to Cairo, Berlin to Havana, from Madeira to Rejkjavic open a new horizon to experience astonishing images, courageous stories and unforgettable memories.

Every film festival is also a cultural display of the hosting city and country. THE FEST – the first international Film Festival & Travel Magazine – reveals how to experience the most fascinating festivals around the globe.

Even if you can’t visit them all personally, THE FEST will inspire and bring the world’s most breathtaking Film Festivals right to your coffee table.

With two releases annually, this high-quality magazine is produced by an international team of experienced film journalists and editorial designers to showcase the best global cinema happenings.







Zum Glück werden Sie sich nicht entscheiden müssen – aber woran hängt Ihr Herz am meisten: Musik oder Film?
Die Musik kam erst in mein Leben, als ich ein Teenager war. Meine erste große Liebe war der Film. Begonnen hat es ganz romantisch. Ich war ungefähr sieben Jahre alt, als mir meine Mutter eine eigene Videothekenkarte für mich ausgestellt hat. Wenn ich ehrlich bin, habe ich seitdem fast jeden Tag einen Film geschaut – natürlich nur, wenn ich mal nicht in der Natur unterwegs oder in Urlaub war. Heute liebe ich es immer noch, auf der Suche nach guten Filmen Zeit in Videotheken jeglicher Art zu verbringen, mindestens eine halbe Stunde pro Tag, sonst fehlt mir etwas. Das Thema Film ist mir sehr ans Herz gewachsen. Das war auch der Grund, warum ich schon früh als Filmjournalist tätig geworden bin.



Wie kommt es, dass bei Ihrem ‚Madeira Micro international Film Festival’ fantastische und surreale Filme im Fokus stehen?
Wie jeder Filmliebhaber habe ich meine speziellen Vorlieben. Wirklich außergewöhnliches, surreales Kino ist schon immer meine Leidenschaft gewesen. Der thematische Zuschnitt des Festivals hier auf Madeira ist ganz bewusst gewählt. Ich denke, dass die düsteren, aber auch bizarren und sehr emotionalen Bilder in Werken wie dem letztjährigen Eröffnungsfilm "It follows" von David Robert Mitchell wunderbar zu diesem Ort hier passen. Nach Sonnenuntergang, wenn wir in einem alten Kino aus den 30er Jahren die Wettbewerbsfilme projizieren, liegt eine ganz spezielle und mysteriöse Atmosphäre hier auf Punta del Sol – wenn ein milder Wind aus den Bergen über die dunklen Häuser streift und das Mondlicht sich im Atlantik spiegelt.



Wie haben Sie Ponta do Sol für sich entdeckt?
Ich arbeitete viele Jahre für Design Hotels, ein Buchungsportal für die schönsten Hotels der Welt. So bin ich auf das Hotel ‚Estalagem da Ponta do Sol’ aufmerksam geworden. Es ist eine ehemalige Quinta, spektakulär gelegen auf einer Klippe mit einem einmaligen Blick über den Ozean. Als ich vor neun Jahren das erste mal hier war, hat mich dieser Ort sofort fasziniert: ein kleines Dorf aus dem Mittelalter am Ende einer Schlucht, umgeben von Bananenplantagen und mit einem verlassenen, aber wunderschönen alten Kino direkt über dem Strand.



Wie kam es zu der Idee, in der Weihnachtszeit an diesem entlegenen Ort Festivals für Freunde elektronischer Musik und des phantastischen Films zu veranstalten?
Relativ einfach, ich habe eine Vorliebe für schöne, besondere Orte. Und ich mag keine Festivals und so habe ich ein Festival gemacht für Leute die kein Festival mögen. Intim, exklusiv, limitiert auf 150 Gäste und an einem wunderbaren schönen Ort an dem im Dezember noch Frühling ist.



Sie sagen, dass Ihr Filmfestival das schönste der Welt ist.
Genau so ist es: aus meiner Sicht das schönste Festival der Welt! Ich kenne jedenfalls keinen schöneren Ort, wo mehrere Dinge fast ideal zusammenspielen: Erstens eine wunderschöne, entdeckenswerte Blumeninsel mitten im Atlantik, mit phantastischem Wetter mitten im nasskalten deutschen Winter. Zweitens ein atmosphärischer Ort mit einem charmanten Kino direkt am Meer. Drittens interessante und inspirierende Menschen aus aller Welt, die sich hier zum Gedankenaustausch und zum Genießen treffen und schließlich viertens und nicht letztens ein einzigartig schönes Design Hotel mit einer unglaublichen Lage und einer exzellenten Küche, die genauso in Erinnerung bleibt wie das ausgewählte Filmprogramm unseres Festivals.



"Hier passieren Sachen, die funktionieren sonst noch nicht mal in Berlin, London oder New York – aber hier geschieht es! Das ist fast magisch."


In Ponto do Sol treffen Welten aufeinander: Die Dorfbewohner, die ansonsten in absoluter Ruhe leben und rund 200 Gäste aus aller Welt, die zwei Wochen lang jeden Abend das Kino und die Musik zelebrieren und zusammen Partys bis in den frühen Morgen feiern. Wie geht das zusammen?
Auch das ist ein Geheimnis dieses Ortes. Weil wir hier einfach gute Leute haben! Bei MADEIRADIG haben im letzten Jahr unsere DJs oben auf der Klippe aufgelegt, bis sich plötzlich Leute aus dem Nachbardorf beschwert haben. Aber die Polizisten, die dann vorbeischauten, waren überaus freundlich – wahrscheinlich auch, weil der Bürgermeister und der Priester aus dem Dorf höchstpersönlich mitgefeiert haben.



Welche thematischen Bezüge gibt es zwischen dem MADEIRADIG Musikfestival und dem MMIF Filmfestival?
Als Filmliebhaber liebe ich Filme unterschiedlichster Art und auch als Musikliebhaber kümmere ich mich nicht so sehr um Genres. Diese Freiheit habe ich mir bei der Programmgestaltung von Anfang an erlaubt. Auch 2015 wird das Stilspektrum wieder entsprechend groß sein – die verbindende Klammer ist die Qualität und die Hingabe zur Musik. Minimalistischer Techno von Thomas Brinkmann wird genauso zu entdecken sein wie der kompromisslose, energetische Experimental-Noiserock der dänischen Frauenband Selvhenter oder die kontemplativen Soundstudien der Schwedin Klara Lewis. Wichtig ist mir, dass das Musikfestival organisatorisch zur Perfektion gebracht worden ist. Alles läuft von alleine, alles ist bestens organisiert, ich muss niemanden an die Hand nehmen – und unsere Festival-Gäste erleben eine wunderbare Woche außergewöhnlichster Musik. Und mit dem Filmfestival geht es dann nahtlos weiter.



Zwei anspruchsvolle Festivals hintereinander zu organisieren bedeutet eine Menge Arbeit für Sie und Ihr Team. Wie anstrengend ist der Festivalmonat Dezember für Sie?
Um da ganz ehrlich zu sein: es kostet schon eine Menge Kraft, aber dafür ist das Erlebnis jedes Mal phantastisch: alle Leute, die ich kenne und interessant finde, treffe ich hier, dazu kommen viele neue spannende Begegnungen – das ist unglaublich inspirierend. Dennoch fühle ich mich ein bisschen wie im goldenen Käfig, denn natürlich bleibt da nur ganz wenig Zeit, die wunderbare Natur auf dieser Insel zu genießen.



„Digital in Berlin“ haben sie zu einer immer vielfältigeren Plattform für alle Arten von Qualitätsmusik entwickelt, zuletzt haben Sie in Berlin auch die Veranstaltungsserie „Kiezsalon“ gestartet – eine Art Live-Schnittstelle zwischen Pop und Avantgarde?
„Digital in Berlin“ ist in letzter Zeit sehr gewachsen. Wir sind komplett unabhängig und non-profit mäßig aufgestellt, obwohl ich viele Angebote bekomme. Die Unabhängigkeit und die Qualität sind mir sehr wichtig, deshalb lasse ich einfach alles wie es ist. Ich selbst habe keinen finanziellen Benefit, auch die Konzerte sind eine Passion. Ich freue mich einfach, wenn ich durch die Stadt gehe und die Plakate der tollen Konzerte mit Künstlern sehe, die ich liebe.



Das wunderbare Hotel Estalagam in Ponto do Sol darf sich dank Ihrer Festivals im ansonsten ruhigen Dezember über mehrere hundert Gäste aus aller Welt freuen. Ist das ein Geschäftsmodell?
Das Hotel hier ist alles andere als verschlafen. Dank der fantastischen Lage auf einer Klippe, der einzigartigen Atmosphäre und der faszinierenden Umgebung hat man hier durchgängig eine sehr hohe Buchungsquote – aber die zwei Wochen im Dezember sind hier zweifellos auch ein Highlight für das Hotel. Was mich wirklich glücklich macht, ist die Tatsache, dass die Hotelmacher unser inhaltliches Konzept nicht nur mittragen, sondern auch verstehen und leben. Zur Eröffnung des Filmfestivals im letzten Jahr haben die Hotelbesitzer beispielsweise Inselbewohner eingeladen, die schon mit dabei waren, als in den 30er Jahren hier das Kino eröffnet worden ist. Für mich war es eine sehr rührende Erfahrung, wie sehr sie sich heute darüber freuen, dass das Kino nun wiederbelebt wurde.



Abgesehen von Musik und Filmen? Was darf man auf Madeira nicht verpassen?
Die Natur dieser Insel ist einzigartig. Dank des milden Klimas begegnet man hier mitten im grauen deutschen Winter einer sehr vielfältigen Vegetation. Die Eukalyptusbaum-Wälder besitzen einen ganz eigenen Charakter und es macht besondere Freude, sie bei einer Levada-Wanderung zu entdecken. Levadas heißen die historischen Bewässerungskanäle, die das Gebirge der Insel durchziehen. Die parallel laufenden Pfade sind perfekte Wanderwege – und einige von Ihnen starten direkt am Hotel.



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MICHAEL SPIEGEL

Cinema maker. Entrepreneur. Film journalist.

Since 1992 Michael Spiegel is part of the German cinema industry with a focus on art house films. The experienced cinema theater maker is a co-founder and shareholder of www.kino-zeit.de – the largest German arthouse cinema portal. He is currently curating cinemas, is on the advisory board of German Film and Media Assessment (FBW) and is actively involved in the current "indiecinema Berlin"-project. With his own project "Kino unterwegs" he loves to celebrate cinema in unusual places. As a Managing Director at THE FEST Michael is responsible for strategy and fundraising.

www.kinounterwegs.de
michael@the-fest.com

RALF LAUBSCHER

Journalist. Publisher. Special Agent.

The qualified archaeologist wrote as a journalist and author for music magazines such as ME/Sounds, Network Press or the photo book publisher Edition Braus. As an editor-in-chief and managing director of a german publishing house he developed products such as one of the most successful german city magazines or a well-known gourmet restaurant guide. 2014 he co-founded the Brand Storytelling agency LA.MAG – focussing in content production and content marketing for brands and high-quality corporate magazines. As a Managing Director and Editorial Manager at THE FEST Ralf is responsible for content and strategy.

www.la-mag.net
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Ralf Laubscher

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